Eine schwangere Frau ruht sich auf dem Sofa aus – ein Symbol für das starke Ruhebedürfnis, das viele Schwangere in der Frühphase empfinden.

Die 6. Schwangerschaftswoche ist oft die erste Woche, in der eine Schwangerschaft wirklich spürbar wird. Durch Übelkeit, Erschöpfung oder die ersten Stimmungsschwankungen.

Gleichzeitig passiert im Innern Enormes: Ihr Baby ist jetzt etwa 4 bis 6 Millimeter gross, ungefähr so gross wie ein Linsenkorn, und sein Herzchen schlägt bereits mit rund 90 bis 110 Schlägen pro Minute.

Erste Schwangerschaftsanzeichen und Symptome

Abgesehen von den bereits erwähnten Stimmungsschwankungen leiden Sie zur Zeit auch an anderen Anzeichen, die mit einer beginnenden Schwangerschaft einhergehen. Dies können Übelkeit, vermehrter Harndrang, Appetitlosigkeit oder Heisshunger und völlige Erschöpfung sein.

Die momentane Situation verlangt Ihnen und Ihrem Körper viel ab. Machen Sie sich keine Sorgen! Ihr Körper muss sich jetzt erst einmal neu einstellen. Hören Sie auf ihn! Treiben Sie Sport, wenn Ihnen danach ist. Aber nehmen Sie dabei immer Rücksicht auf die veränderte Situation. Legen Sie Ruhepausen ein, wenn Sie sich erschöpft fühlen.

Sie leiden unter keinen Begleiterscheinungen? Nicht alle werdenden Mütter sind davon betroffen. Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie den Umstand.

Ihr Baby in der 6. Schwangerschaftswoche

Grösse: ca. 4–6 mm (Scheitel-Steiss-Länge). Vergleichbar mit einer Himbeere
Herzschlag: ca. 90-110 Schläge/Minute
Entwicklung: 
In dieser Woche beginnen sich wichtige Organe Ihres Babys zu entwickeln. Gehirn, Rückenmark sowie Herz und Kreislauf werden angelegt und fangen an, ihre ersten Funktionen zu übernehmen. Auch kleine Ansätze von Ärmchen und Beinchen sind jetzt bereits erkennbar, sie sehen noch wie winzige «Knospen» aus und wachsen in den nächsten Wochen weiter. Der Dottersack spielt weiterhin eine wichtige Rolle in der frühen Versorgung. Mit der weiteren Entwicklung übernimmt die Plazenta diese Aufgabe zunehmend.

Frühschwangerschaft – wenn die Hormone verrückt spielen

Äusserlich sieht man Ihnen noch nichts an, aber Sie wissen es. Und Ihr Körper weiss es schon lange. Die Hormone sind in vollem Einsatz, und das macht sich bemerkbar: in kleinen Stimmungstiefs, in überraschenden Freudenausbrüchen, in Momenten, in denen Sie sich einfach nur hinlegen möchten. Das ist kein Schwächezeichen. Das ist Ihr Körper, der gerade etwas Aussergewöhnliches leistet.

Typische Beschwerden in der 6. SSW

Übelkeit (oft als Morgenübelkeit bezeichnet, tritt aber zu jeder Tageszeit auf), Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, vermehrter Harndrang und Spannungsgefühl in den Brüsten sind die häufigsten Begleiterscheinungen. Nicht alle werdenden Mütter sind davon gleich stark betroffen. Das ist völlig normal.

6. Schwangerschaftswoche – eine wichtige Phase in der embryonalen Entwicklung

Das Neuralrohr schliesst sich in dieser Phase. Die nun anstehenden Entwicklungsschritte sind entscheidend. Doch was genau entwickelt sich momentan?

  • Skelettknospen bilden sich, die sich zu Wirbeln entwickeln werden.

  • Das Herz schlägt bereits und lässt die entstandenen Blutzellen zirkulieren.

  • Im Kopf bildet sich das Innenohr; Augen und Mund werden angelegt.

  • Der Rückenstrang, aus dem sich die Wirbelsäule entwickeln wird, entsteht.

  • Arme und Beine ähneln noch Knospen aber die Anlagen für Füsse und Hände sind bereits vorhanden.

  • Die Nabelschnur beginnt sich auszubilden und stellt zunehmend die Verbindung zur Plazenta her. Der Dottersack spielt weiterhin eine wichtige Rolle in der frühen Versorgung, während die Plazenta diese Aufgabe schrittweise übernimmt und Ihr Kind über Ihren Blutkreislauf mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

  • Innere Organe wie Darm, Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Harnblase werden angelegt.

Milch, Hüttenkäse, Broccoli, Fisch, Eier und Mandeln versorgen Sie und Ihr Baby mit Kalzium und Magnesium – beides entscheidend für Knochen, Muskeln und Nerven.

Kalzium und Magnesium in der Schwangerschaft

Eine bewusste und gesunde Ernährung ist besonders in der Schwangerschaft wichtig, um einen Mangel zu vermeiden. Ihr ungeborenes Kind deckt seinen Bedarf durch Sie, was bei Ihnen einen Mangel an Kalzium oder Magnesium hervorrufen kann.

Beim einem Kalziummangel wird Kalzium aus Ihren Knochen gelöst, was wiederum zur gefürchteten Osteoporose führen kann.

Unser Fachartikel liefert Ihnen alle wichtigen Informationen zum Thema Kalzium- und Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft.

FAQ – 6. Schwangerschaftswoche

Wie gross ist das Baby in der 6. Schwangerschaftswoche?

In der 6. SSW ist der Embryo etwa 4 bis 6 Millimeter gross (Scheitel-Steiss-Länge). Ungefähr so gross wie ein Linsenkorn.

Kann man in der 6. SSW schon einen Herzschlag hören?

Ja, ab etwa der 6. SSW ist der Herzschlag des Embryos per Ultraschall sichtbar (und teilweise als Bewegung registrierbar). Er liegt zu diesem Zeitpunkt bei rund 100 bis 120 Schlägen pro Minute.

Wann beginnt die Übelkeit in der Schwangerschaft?

Die Schwangerschaftsübelkeit setzt bei vielen Frauen zwischen der 5. und 7. SSW ein und ist in der 6. Woche oft am intensivsten. Sie ist durch den Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG bedingt.

Was sind normale Anzeichen in der 6. Schwangerschaftswoche?

Typische Zeichen in der 6. SSW sind Übelkeit, starke Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, vermehrter Harndrang und veränderter Geruchs- oder Geschmackssinn. Es ist auch völlig normal, kaum Symptome zu haben.

Wie hoch ist der Kalzium- und Magnesiumbedarf in der Schwangerschaft?

Schwangeren wird eine tägliche Zufuhr von etwa 1'000 mg Kalzium und 310 mg Magnesium empfohlen. Kalzium unterstützt den Aufbau von Knochen und Zähnen des Babys, Magnesium ist wichtig für die normale Funktion von Muskeln und Nerven. Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf in der Regel gut ab.

Auf dem Bild ist ein Stethoskop als Sinnbild für die Krankenkassenlösung PRO LIFE zu sehen.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind

Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.