34. Schwangerschaftswoche (SSW)
Noch sechs Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Die Entwicklung Ihres Babys ist weit fortgeschritten und reift weiter aus. Es konzentriert sich nun ganz auf Wachstum und den Aufbau von Fettreserven.
Ein guter Zeitpunkt, um den Alltag zu entschleunigen und sich auf die Geburt vorzubereiten.
Spitalkoffer packen: Checklisten für Geburt, Wochenbett und Heimfahrt
Für die Geburt:
Bequemes Nachthemd oder Longshirt, Hausschuhe oder Flip-Flops (je nach Jahreszeit), Smartphone mit Playlist, Kaugummis oder Bonbons. Für den Partner: Wasser, Snacks, Kamera oder geladenes Smartphone.
Dokumente:
Mutterpass, Blutgruppenausweis, Krankenkassenkarte, Familienbüchlein (oder Vaterschaftsanerkennung), Schriftenempfangsschein, Niederlassungsbewilligung. Ausländerinnen: Pass und Ausländerausweis, bei ausländischem Partner auch dessen Dokumente.
Für das Wochenbett:
Kulturbeutel mit persönlichen Toilettenartikeln, 3 T-Shirts, Jogginghose oder Leggings, 2 Still-BHs, Stilleinlagen, Wochenbettbinden, Hausschuhe (jahreszeittauglich), Longshirt oder Nachthemd, Morgenmantel nach Bedarf, Smartphone-Ladekabel, Buch oder Kreuzworträtsel, Ohrstöpsel.
Für Ihr Baby:
Body und Strampler (jahreszeittauglich), Mützchen, Söckchen, Jäckchen, Nuggi falls gewünscht. Für einen allfälligen Fototermin im Spital eine zweite Garnitur einpacken.
Für die Heimfahrt:
Bequeme Kleidung für Sie (Lieblingsjeans passt möglicherweise noch nicht). Für Ihr Baby: Winteroverall bei Kälte, Babydecke, Maxi-Cosi falls Sie mit dem Auto fahren, Kinderwagen oder Tragetuch für den ÖV.
Ihr Baby in der 34. Schwangerschaftswoche
| Grösse: ca. 44–45 cm (Scheitel-Ferse-Länge, SFL). Vergleichbar mit einer Cantaloupe-Melone |
| Gewicht: ca. 2,1–2,2 kg |
| Kopfdurchmesser: ca. 82–94 mm |
| Herzschlag: ca. 110–160 Schläge/Minute |
| Entwicklung: Die Lunge reift weiter und produziert zunehmend Surfactant. Käme Ihr Baby jetzt zur Welt, hätte gute Überlebenschancen, benötigt jedoch häufig noch medizinische Unterstützung. Die Schädelknochen sind noch nicht vollständig verwachsen, damit der Kopf beim Durchtritt durch den Geburtskanal nachgeben kann. Das Gehirn wächst weiter und das Nervensystem wird zunehmend ausgereifter. Die Bewegungen werden ruhiger, aber kräftiger: Tritte gegen Rippen oder Zwerchfell sind in dieser Phase nicht ungewöhnlich. |
Dammmassage: Anleitung zur richtigen Anwendung
Ab der 34. SSW darf mit der täglichen Dammmassage begonnen werden. Sie macht das Gewebe elastischer und kann einen Dammriss zwar nicht vollständig verhindern. Sie kann das Risiko für Verletzungen reduzieren, eine Garantie gibt es nicht. Führen Sie die Massage bei einer Entzündung im Vaginalbereich nicht durch und sprechen Sie vorgängig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Geeignete Öle sind Weizenkeim-, Jojoba-, Mandel- oder Johanniskrautöl. Nehmen Sie ein entspannendes Bad zur Vorbereitung und begeben Sie sich in eine bequeme Position (Hocke oder auf dem Bett mit angewinkelten Beinen). Tragen Sie etwas Öl auf die Finger auf, reiben Sie das Gewebe zwischen Scheide und After sanft kreisend ein. Führen Sie anschliessend zwei Finger etwa zur Hälfte in die Scheide ein und dehnen Sie das Gewebe sanft nach unten. Sie sollten einen leichten Widerstand, aber keinen Schmerz verspüren. Täglich zwei bis fünf Minuten, ab der 34. SSW.
Unser Tipp für Sie
Führen Sie die Dammmassage ab der 34. Woche täglich für zwei bis fünf Minuten durch.

Kompressionsstrümpfe: Wer zahlt?
Das gestiegene Blutvolumen und das Hormon Progesteron weiten die Venenwände, was zu geschwollenen Beinen, Schweregefühl und Wassereinlagerungen führen kann.
Massgefertigte Kompressionsstrümpfe ab Kompressionsklasse 2 werden auf ärztliche Verordnung von der Grundversicherung rückvergütet. Mehr zu den Pflichtleistungen der Grundversicherung finden Sie hier.
Mutterschutz in der Schweiz
Ab einem gewissen Zeitpunkt entscheiden viele Frauen, ihre beruflichen Tätigkeiten zu reduzieren oder ganz zu pausieren. In der Schweiz gilt: Sie dürfen in der Schwangerschaft nur mit Ihrem Einverständnis arbeiten und können Ihre Erwerbstätigkeit jederzeit anpassen oder beenden. Nutzen Sie diese Phase bewusst, um abzuschalten, Kraft zu tanken und sich auf die Geburt vorzubereiten.
Nach der Geburt dauert der Mutterschutz in der Schweiz mindestens acht Wochen (Beschäftigungsverbot). Während dieser Zeit erhalten Mütter eine Mutterschaftsentschädigung, sofern sie vor der Geburt erwerbstätig waren. Die Mutterschaftsentschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt, maximal 220 Franken pro Tag. Die Anmeldung erfolgt über die Arbeitgeberin oder direkt bei der Ausgleichskasse.

Himbeerblättertee in der Geburtsvorbereitung
Frühestens ab der 34. SSW darf mit der Einnahme von Himbeerblättertee begonnen werden, immer erst nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Gesunde Smoothies für die Spätschwangerschaft
Der Magen wird von der wachsenden Gebärmutter immer weiter nach oben gedrückt und bietet kaum mehr Platz für grosse Mahlzeiten. Smoothies sind eine praktische und nährstoffreiche Alternative: leicht zuzubereiten, variabel und gut verträglich.
FAQ – 34. Schwangerschaftswoche
Wie gross ist das Baby in der 34. SSW?
Ihr Baby misst ca. 44–45 cm (Scheitel-Ferse-Länge) und wiegt rund 2,1–2,2 kg. Die Lungenreifung ist fast abgeschlossen, und das Baby wäre im Fall einer Frühgeburt mit medizinischer Unterstützung überlebensfähig.
Wann sollte ich den Spitalkoffer packen?
Spätestens jetzt. In rund 10% der Fälle platzt die Fruchtblase, bevor die Wehen einsetzen. Wenn der Koffer griffbereit ist, müssen Sie im entscheidenden Moment nicht suchen.
Ab wann darf ich mit der Dammmassage beginnen?
Ab der 34. SSW, täglich für zwei bis fünf Minuten. Sprechen Sie vorher kurz mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, insbesondere bei Entzündungen im Vaginalbereich.
Wann beginnt der Mutterschutz in der Schweiz?
Der Mutterschutz in der Schweiz beginnt bereits mit der Schwangerschaft und nicht erst ab einer bestimmten Schwangerschaftswoche. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, ab dem Sie nicht mehr arbeiten dürfen. Vielmehr entscheiden Sie selbst, ob und wie lange Sie arbeiten möchten. Schwangere Frauen dürfen nur mit ihrem Einverständnis beschäftigt werden und können ihre Arbeit jederzeit reduzieren oder pausieren. Nach der Geburt gilt ein gesetzliches Beschäftigungsverbot von mindestens acht Wochen. Während des Mutterschaftsurlaubs erhalten Sie eine Mutterschaftsentschädigung von 80% Ihres Erwerbseinkommens, maximal 220 Franken pro Tag.
Werden Kompressionsstrümpfe von der Krankenkasse bezahlt?
Ja, massgefertigte Kompressionsstrümpfe ab Klasse 2 werden auf ärztliche Verordnung von der Grundversicherung rückvergütet.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind
Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.
