33. Schwangerschaftswoche (SSW)
Der neunte Monat hat begonnen. Ihr Baby bereitet sich auf seine Ankunft vor: Viele Babys liegen bereits mit dem Kopf nach unten und rutscht langsam Richtung Becken.
Die Sinne sind weit entwickelt und reifen weiter aus. Es schmeckt das Fruchtwasser, hört Ihren Herzschlag, fühlt die Nabelschnur und verarbeitet bereits Reize aus seiner Umgebung. Bis zur Geburt geht es nun vor allem noch darum, Gewicht zuzulegen und die Fettreserven weiter aufzubauen.
Mehrlingsschwangerschaft: Besonderheiten und Risiken
Eine Mehrlingsschwangerschaft belastet den Körper der werdenden Mutter stärker als eine Einlingsschwangerschaft. Deshalb wird sie medizinisch als Risikoschwangerschaft eingestuft und engmaschiger überwacht. Typische erhöhte Risiken sind Bluthochdruck, Präeklampsie und Schwangerschaftsdiabetes. Regelmässige Kontrolltermine stellen sicher, dass Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Machen Sie sich keine Sorgen: Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ist über diese Risiken informiert und begleitet Sie entsprechend.
Senkwehen: Das Baby rutscht tiefer
Ab der 33. SSW können neben den Übungswehen auch sogenannte Senkwehen auftreten. Sie helfen dem Baby dabei, den Kopf tiefer in die Beckenschale zu drücken und die optimale Geburtsposition einzunehmen. Im Gegensatz zu echten Geburtswehen öffnen Senkwehen den Muttermund nicht und sind in der Regel nicht schmerzhaft. Manche Frauen spüren ein leichtes Ziehen im Unterleib oder Druck auf die Blase.
Ein positiver Nebeneffekt: Sobald das Baby tiefer tritt, werden Kurzatmigkeit und Sodbrennen oft besser, da der Druck auf Magen und Lunge nachlässt. Bei regelmässigen, schmerzhaften oder sich häufenden Kontraktionen bitte umgehend ärztlichen Rat einholen.
Ihr Baby in der 33. Schwangerschaftswoche
| Grösse: ca. 43–44 cm (Scheitel-Ferse-Länge, SFL). Vergleichbar mit einem Hokkaido-Kürbis |
| Gewicht: ca. 1,8–1,9 kg |
| Kopfdurchmesser: ca. 79–93 mm |
| Herzschlag: ca. 110–160 Schläge/Minute |
| Entwicklung: Die Knochenstruktur ist weitgehend vollständig ausgebildet, einzig die Schädelplatten bleiben beweglich, was die Geburt erleichtert. Fingernägel wachsen, sind aber noch weich. Das Gehirn vergrössert sich weiter und der Kopfumfang nimmt zu. Der Geschmackssinn ist ausgeprägt: Forschende konnten nachweisen, dass Babys bereits im Mutterleib auf verschiedene Geschmacksrichtungen reagieren. Das braune Fettgewebe, das sich nun unter der Haut bildet, dient nach der Geburt der Wärmeregulation. Käme Ihr Baby jetzt zur Welt, hätte gute Überlebenschancen mit medizinischer Unterstützung, bräuchte aber noch Unterstützung bei der Atmung. |
Die Grundversicherung (KVG)
In der Schweiz herrscht Versicherungspflicht. Dies bedeutet, dass jede Person zwingend eine Grundversicherung abschliessen muss. Jede Kasse ist verpflichtet, Sie respektive Ihr Kind vorbehaltslos in die Grundversicherung aufzunehmen. Ist das Kind zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht angemeldet, kann die Anmeldung innerhalb der ersten drei Lebensmonaten nachholt werden.
Minimale Deckungen bestehen beispielsweise in den Bereichen Medikamente, Rettungstransporte, spezielle Behandlungsformen und Hilfsmittel. Daher ist eine seriöse Abklärung zwingend notwendig!
Die Pflegezusatzversicherungen (VVG)
Die Grundversicherung verfügt nur über eine Standarddeckung. Ohne Zusatzversicherungen bezahlen Sie den Besuch beim Osteopathen oder Kinesiologen selbst. Später fallen die Kosten für nicht krankheitsbedingte Zahnbehandlungen und Zahnstellungskorrekturen ins Gewicht. Bei Spitalaufenthalten werden aus der Grundversicherung lediglich die Leistungen auf der allgemeinen Abteilung übernommen. Falls Sie eine halbprivate, private oder flexible Spitalzusatzversicherung wünschen, können Sie diese über das entsprechende Produkt einschliessen.

Fettreserven und Ruhe: Was Ihr Körper jetzt braucht
Ihr Baby nimmt weiterhin deutlich an Gewicht zu. Das spüren auch Sie: Der Bauch wächst weiter, und die Belastung nimmt zu. Gönnen Sie sich regelmässige Ruhepausen und legen Sie die Beine so oft wie möglich hoch. Informationen dazu, wie sich das Zusatzgewicht bis zur Geburt verteilt, finden Sie hier.
Spitaltasche packen: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt
Die 33. SSW ist ein guter Moment, die Spitaltasche zu rüsten. Frühgeburten sind zwar selten, aber es ist beruhigend, vorbereitet zu sein. Was gehört hinein?
Für Sie: Mutterpass, Krankenversicherungskarte, Personalausweis, bequeme Geburtskleidung, Still-BH und Stilleinlagen, Wochenbettbinden, Pflegeprodukte, Wechselkleidung, Snacks und Getränke für die Geburt, Musik oder andere Ablenkung.
Für Ihr Baby: 2–3 Bodys und Strampler, Mützchen, Söckchen, Schlafsack, Nuggi (Schnuller) falls gewünscht.
Für den Partner: Wechselkleidung, Verpflegung, Kamera oder geladenes Smartphone.
Stellen Sie die Tasche gut sichtbar hin, damit sie im entscheidenden Moment griffbereit ist.

Gesunde Snacks gegen Heisshungerattacken
Im letzten Trimester werden Heisshungerattacken häufiger. Greifen Sie statt zu Süssigkeiten lieber zu nährstoffreichen Alternativen. Rezeptideen und Tipps finden Sie hier.
FAQ – 33. Schwangerschaftswoche
Wie gross ist das Baby in der 33. SSW?
Ihr Baby misst ca. 43–44 cm (Scheitel-Ferse-Länge) und wiegt rund 1,8–1,9 kg. Es nimmt ab jetzt rund 200 g pro Woche zu und legt wichtige Fettreserven für die Zeit nach der Geburt an.
Was sind Senkwehen und wie unterscheiden sie sich von Geburtswehen?
Senkwehen helfen dem Baby, den Kopf tiefer ins Becken zu drücken. Sie sind unregelmässig, meist schmerzlos und öffnen den Muttermund nicht. Echte Geburtswehen hingegen werden regelmässiger, stärker und kommen in kürzeren Abständen.
Wann sollte ich die Spitaltasche packen?
Spätestens jetzt, in der 33.–34. SSW. Auch wenn die Geburt noch Wochen entfernt scheint: Im Fall einer frühen Geburt sind Sie so optimal vorbereitet.
Was muss ich bei der Krankenkassenanmeldung meines Kindes beachten?
Die Grundversicherung muss jede Krankenkasse ohne Vorbehalt anbieten und kann noch nach der Geburt abgeschlossen werden. Zusatzversicherungen sollten vor der Geburt abgeschlossen werden, da danach eine Gesundheitsprüfung fällig wird.
Ist es normal, dass mein Baby in der 33. SSW noch nicht in Schädellage liegt?
Ja. Bis zur 36. SSW ist eine spontane Drehung noch möglich. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, falls Sie sich Sorgen machen: Es gibt gezielte Übungen, die eine Drehung begünstigen können.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind
Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.
