10. Schwangerschaftswoche (SSW)
Die 10. Schwangerschaftswoche markiert einen besonderen Meilenstein: Das erste Schwangerschaftsviertel ist geschafft, und Ihr Baby heisst ab dieser Woche offiziell nicht mehr Embryo, sondern wird medizinisch ab dieser Phase als Fötus bezeichnet.
Das bedeutet, die Anlage aller Organe ist abgeschlossen. Jetzt beginnt die Phase des Wachstums. Ihr Baby ist etwa 25 bis 33 Millimeter gross, ungefähr so gross wie eine Zwetschge, und wiegt rund 7 Gramm. Und es ist bereits aktiv: Hände und Füsse bewegen sich, auch wenn Sie davon noch nichts spüren.
Ein kleiner Fötus: was das bedeutet
Mit dem Übergang vom Embryo zum Fötus in der 10. SSW ist ein wichtiger Entwicklungsabschnitt abgeschlossen. Die empfindlichste Phase, in der äussere Einflüsse die Organanlage am stärksten beeinflussen können, liegt hinter Ihnen. Das ist ein guter Grund, kurz innezuhalten. Auch wenn die Schwangerschaft von aussen noch kaum sichtbar ist.
Morgenübelkeit: Das Ende ist in Sicht
Viele Frauen spüren gegen Ende des ersten Trimesters, wie die Übelkeit langsam nachlässt. Wenn Sie noch dazu gehören: Noch ein paar Wochen. Welche Ursachen die Morgenübelkeit hat und welche Tricks wirklich helfen, erfahren Sie in unserem Fachartikel zum Thema Schwangerschaftsübelkeit / Morgenübelkeit in der Schwangerschaft.
Ihr Baby in der 10. Schwangerschaftswoche
| Grösse: ca. 25–33 mm (Scheitel-Steiss-Länge). Ungefähr so gross wie eine Pflaume |
| Gewicht: ca. 3–5 g |
| Herzschlag: ca. 120-160 Schläge/Minute |
| Entwicklung: Alle lebenswichtigen Organe sind angelegt und entwickeln sich weiter. Die Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen lösen sich auf. Einzelne Finger und Zehen bilden sich aus. Gleichzeitig entstehen in dieser Woche die Papillarleisten: die einzigartigen Finger- und Fussabdrücke, die Ihr Kind sein Leben lang begleiten werden. Die Atemorgane entwickeln sich weiter, und die Zahnknospen der Milchzähne sind angelegt. Die Herztöne sind per Ultraschall gut messbar. |
Körperveränderungen in der 10. SSW
Die Hormone während der Schwangerschaft beeinflussen nicht nur Ihr Wohlbefinden, sondern wirken sich auch sichtbar auf Haut und Haare aus. So kann sich Haut, die zuvor geschmeidig war, plötzlich trockener oder empfindlicher anfühlen. Gleichzeitig verändert sich oft auch die Haarstruktur: Volles, kräftiges Haar kann schneller fettig werden oder strähnig wirken.
Diese Veränderungen sind ganz normal und meist vorübergehend. Mit einer auf Ihre aktuellen Bedürfnisse abgestimmten Pflege können Sie jedoch gezielt gegensteuern und das Gleichgewicht von Haut und Haaren unterstützen. Lassen Sie sich am besten bei Ihrem nächsten Coiffeurbesuch individuell beraten, um geeignete Produkte und Pflegeroutinen für diese besondere Zeit zu finden.
Mythen rund ums Geschlecht
Spitzer Bauch gleich Junge, runder Bauch gleich Mädchen? Übelkeit deutet auf ein Mädchen hin? Diese Volksweisheiten halten sich hartnäckig, sind aber Mythen. Die Bauchform hängt vom Körperbau der Mutter ab, nicht vom Geschlecht des Kindes. Die Übelkeit ist eine Folge des hCG-Spiegels und betrifft Mütter von Mädchen und Jungen gleichermassen.
Ein kleines Fünkchen Wahrheit steckt allenfalls im Mythos «Jungs machen Mami schön»: Ab der 22. SSW produziert ein männlicher Fötus Testosteron, was bei manchen Müttern zu fettigerer Haut oder Haarveränderungen führen kann. Ein direkter Einfluss auf Haut oder Haare der Mutter ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt.
Wussten Sie, dass...
...ab der 10. Woche die Herztöne Ihres Kindes im Ultraschall sichtbar und messbar, je nach Untersuchungssituation und zu Ihrer Beruhigung beitragen? Es ist zudem bereits recht aktiv und imstande, Hände und Füsse zu bewegen.
3D/4D Ultraschall – wer zahlt?
Die Kosten für einen 3D- oder 4D-Ultraschall werden von der Krankenkasse nur übernommen, wenn eine medizinische Indikation besteht. Klären Sie vor dem Termin direkt bei Ihrer Krankenkasse ab, ob die Kosten gedeckt sind. Andernfalls müssen Sie selbst dafür aufkommen.

Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft
Ein Vitamin-D-Mangel bleibt oft unbemerkt, kann jedoch die Knochengesundheit beeinflussen. In den Sommermonaten ist die Eigenproduktion durch Sonnenlicht meist ausreichend, in den Wintermonaten deutlich weniger. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Mehr zum Thema Vitamin D beziehungsweise Vitamin-D-Mangel können Sie in unserem Artikel dazu nachlesen.
Krankenkassenleistungen
Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis acht Wochen nach der Geburt übernimmt die Grundversicherung verschiedene gesetzlich festgelegte Leistungen im Zusammenhang mit der Mutterschaft – und dies ohne Kostenbeteiligung wie Franchise oder Selbstbehalt. Dazu gehören unter anderem wichtige Vorsorgeuntersuchungen, Kontrollen sowie weitere medizinische Leistungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.
Es lohnt sich, sich frühzeitig einen Überblick zu verschaffen, denn nicht alle werdenden Eltern wissen, welche Leistungen konkret übernommen werden und wo unter Umständen zusätzliche Kosten entstehen können. In unserem Fachartikel zu den Pflichtleistungen der Krankenkasse bei Mutterschaft finden Sie eine übersichtliche, wenn auch nicht abschliessende Zusammenstellung der wichtigsten Kostenübernahmen.
FAQ – 10. Schwangerschaftswoche
Wie gross ist das Baby in der 10. Schwangerschaftswoche?
In der 10. SSW ist das Baby etwa 25 bis 33 Millimeter gross (Scheitel-Steiss-Länge). Ungefähr so gross wie eine Zwetschge und wiegt rund 7 Gramm.
Was ist der Unterschied zwischen Embryo und Fötus?
Ab der 10. SSW wird das Kind offiziell als Fötus bezeichnet. Das bedeutet, die Grundanlage aller Organe ist abgeschlossen. Es beginnt die Phase des Wachstums und der Ausdifferenzierung.
Wann bilden sich die Fingerabdrücke?
Die Papillarleisten, aus denen sich die einzigartigen Finger- und Fussabdrücke entwickeln, entstehen in der 10. SSW. Sie sind von Geburt an vorhanden und bleiben ein Leben lang unverändert.
Wann hört die Morgenübelkeit auf?
Bei den meisten Frauen lässt die Schwangerschaftsübelkeit gegen Ende des ersten Trimesters, also um die 12. bis 14. SSW, deutlich nach. In der 10. SSW ist das Ende oft schon in Sicht.
Kann Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft problematisch sein?
Ja, ein Vitamin-D-Mangel kann die Knochenentwicklung des Babys und das Wohlbefinden der Mutter beeinträchtigen. Eine ausreichende Versorgung ist daher besonders wichtig. Sprechen Sie bei Unsicherheit mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Familienfreundliche Leistungen rund um Schwangerschaft und Kind
Mit der Krankenkassenlösung von PRO LIFE profitieren Familien von zusätzlichen Leistungen wie Geburtengeld, Beiträgen an Baby- und Kinderschwimmkurse sowie weiteren familienfreundlichen Extras.
