Fingerfood für Kleinkinder – gesunde und leckere Gemüsetätschli
Kundendienst PRO LIFE | Fingerfood | 6. September 2019
Sobald die ersten Zähnchen das Zahnfleisch durchstossen haben, ändert sich auch das Essverhalten Ihres Kleinkindes. Immer gieriger schaut es Ihnen beim Essen zu und versucht sich, das eine oder andere Stück von Ihrem Teller zu schnappen.
Altersentsprechend steckt sich Ihr Kind alles in den Mund, dass es erreichen kann. Nutzen Sie diesen Umstand für seine vollwertige und gesunde Ernährung aus. Gemüse- oder Früchtesticks bieten sich für die ersten Essversuche (Fingerfood) mit den kleinen Fingerchen perfekt an. Bratling (Tätschli) sind eine willkommene Abwechslung und lassen sich in den verschiedensten Varianten ohne grossen Aufwand zubereiten.
Gesunde und leckere Gemüsebratlinge/Gemüsetätschli
Bevor Sie sich an die kinderleichte Herstellung der Bratlinge wagen, noch kurz eine Aufstellung der Lebensmittel, die Sie während dem ersten Lebensjahr Ihrem Kind nicht anbieten sollten:
Kuhmilch und -produkte
Soja und -produkte
Tomaten
Eier
Nüsse
Zitrusfrüchte
Schokolade
Fisch
Bohnen
Erbsen
Kefen
Linsen
Sellerie
Spargeln
Lauch
Radiesli
Schweinefleisch
Die Gemüsebratlinge werden entweder in einer Bratpfanne, unter Beigabe von wenig Öl, im Backofen (vor dem Backen mit wenig Öl bepinseln) oder im gefetteten Waffeleisen gebraten.
Würzen der Tätschlimasse
Kinder zwischen ein bis drei Jahre benötigen maximal 2 Gramm Salz pro Tag. Diese Menge entspricht etwas 1/3 Teelöffel und sollte auf keinen Fall überschritten werden. Bevorzugen Sie, falls Sie Salz verwenden, Jodsalz.
Kräuter stellen eine natürliche und gute Alternative zum Salz dar. Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Oregano und Rosmarin (in Bio-Qualität) gehören zu den Basisgewürzen, welche Sie, sparsam dosiert, verwenden können. Denken Sie daran: Kinder schmecken alles intensiver!
Die Grundrezepte unserer Bratlinge sind daher geschmacksneutral (sprich salz- und gewürzfrei). Passen Sie die Salzmenge dem Tagesbedarf sowie dem Alter Ihres Kindes an und experimentieren Sie ruhig mit der Beigabe von Kräutern.
Süssmaistätschli (zirka ab dem ersten Geburtstag)
Für die Maistätschli benötigen Sie eine kleine Dose Süssmais, eine Frühlingszwiebel (fein geschnitten), 150 g Kartoffeln, gekocht und mit der Gabel fein zerdrückt, zwei Esslöffel Kartoffelflocken, eineinhalb Deziliter Reismilch und wenig Dinkelmehl.
Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und kurz ruhen lassen. In einer Pfanne wenig Öl erhitzen. Mit nassen Händen Tätschli formen, diese in Mehl wenden und bei kleiner Hitze von beiden Seiten goldgelb braten.
Zucchiniwaffeln (frühestens ab 9 Monaten)
Stellen Sie aus einer kleinen Zucchini (an der Bircherraffel gerieben), einem Ei, zwei Esslöffel feinen Haferflocken und einer fein geschnittenen Frühlingszwiebel den Waffelteig her.
Lassen Sie die Backmasse kurz ziehen und backen Sie diese im gefetteten Waffeleisen (kleine Häufchen der Masse aufs Waffeleisen setzen) goldgelb aus. Dekotomaten plus selbstgemachtes Ketchup bitte nicht vor dem ersten Geburtstag dazu reichen.
Sellerie-Rüebli-Tätschli (frühestens ab dem ersten Geburtstag)
Für die Bratlingmasse benötigen Sie ein Rüebli, die Hälfte eines kleinen Knollenselleries (an der Bircherraffel gerieben), zirka einen Viertel eines kleinen Wirzes (fein gehobelt), zwei Eier, vier gehäufte Esslöffel Dinkelvollkornmehl und einen halben Deziliter Reis- oder Hafermilch.
Vermischen Sie alle Zutaten in einer Schüssel und lassen Sie diese kurz quellen. Erhitzen Sie Öl in einer Pfanne, geben die Bratlingmasse mit Hilfe eines Löffels bei und braten Sie die Gemüsetätschli bei kleiner Hitze beidseitig goldgelb.
Erbsen-Minze-Tätschli (frühestens ab dem ersten Geburtstag)
Mischen Sie 350 g gestampfte Kartoffeln mit 150 g gekochten grünen Erbsen. Fügen Sie zwei bis drei feingeschnittene Minzblätter, einen Deziliter Reismilch sowie zwei Esslöffel Dinkelmehl bei.
Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und kurz ruhen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen, aus der Bratlingmasse mit nassen Fingern Tätschli formen und diese bei kleiner Hitze beidseitig goldgelb braten.
Die Bratlinge können selbstverständlich auch aus Kartoffelflocken hergestellt werden. Dazu die Flocken vorgängig nach Packungsbeilage zubereiten (Kuhmilch eventuell durch Reismilch ersetzen und die zusätzliche Beigabe von Reismilch ganz der teilweise streichen).
Zucchini-Tätschli (frühestens ab 9 Monaten)
Für die Bratlingmasse benötigen Sie eine grosse, an der Bircherraffel geriebene Zucchini sowie eine rohe, feingeriebene Kartoffel, zwei Esslöffel feine Haferflocken und zwei Esslöffel Johannisbrotkernmehl.
Geben Sie alle Zutaten in einer Schüssel, vermischen diese gründlich und lassen Sie die Masse kurz quellen. Erhitzen Sie wenig Öl in einer Pfanne und setzen Sie die Bratlingmasse mit Hilfe eines Löffels in die Pfanne. Bei kleiner Hitze beidseitig goldgelb braten.
Spinat-Tätschli (frühestens ab 10 Monaten)
Sie benötigen 300 g frischen Spinat (gedämpft und gehackt), eine Frühlingszwiebel (feingeschnitten) vier Esslöffel Kartoffelflocken, einen Deziliter Reismilch sowie wenig Dinkelvollkornmehl.
Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und kurz ruhen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen. Formen Sie mit nassen Händen kleine Bratlinge und wenden sie diese in etwas Dinkelvollkornmehl. Braten Sie die Tätschli bei kleiner Hitze beidseitig goldgelb.
Randen-Tätschli (frühestens ab dem 11. Monat)
Für die Bratlingmasse benötigen Sie 500 g Randen (rote Beete) gekocht und mit einer Gabel fein zerdrückt, zwei Grünkohlblätter gehackt und gedünstet, zwei Esslöffel feine Haferflocken, 20 g Leinsamen (in 50 ml warmem Wasser quellen lassen) und wenig Dinkelmehl.
Zutaten in einer Schüssel geben, vermischen und kurz ruhen lassen. Erhitzen Sie wenig Öl in einer Pfanne und formen Sie aus der Masse mit nassen Händen kleine Bratlinge. Wenden Sie diese in etwas Dinkelvollkornmehl und braten Sie die Bratlinge beidseitig bei kleiner Hitze.
Denken Sie daran, die Bratlinge gut abgekühlt zu lassen, bevor Sie diese Ihrem dem Kind reichen. Die Tätschli können selbstverständlich alle auch im Waffeleisen zubereitet werden.