Eisenmangel und Eisenmangelanämie in der Schwangerschaft
Kundendienst PRO LIFE | Eisenmangel | 7. Dezember 2018
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Haarausfall und Schlafstörungen. Dies sind nur ein paar der Symptome, welche mit einem Eisenmangel einhergehen. Generell besteht bei den meisten Betroffenen eine depressive Grundstimmung und sie quälen sich durch den Tag. Die Leistungsfähigkeit leidet und Konzentrationsprobleme sind die Folge davon.
Eisenmangelanämie
Bei der Eisenmangelanämie handelt es sich um die häufigste Mangelerkrankung weltweit. Durch die ungenügende Zufuhr von Eisen produziert der Körper zu wenig Hämoglobin (roter Blutfarbstoff). Betroffene fühlen sich aufgrund des Mangels müde und schlapp.
Je nach Schweregrad der Anämie reicht eine Ernährungsumstellung und die Einnahme eines Eisenpräparats in Tablettenform nicht mehr aus. Schwerer Eisenmangel wird via Eiseninfusion oder, falls eine lebensbedrohliche Anämie vorliegt, mit einer Bluttransfusion (Erythrozytenkonzentrat) behandelt.
Ihr Eisenbedarf während der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft steigt Ihre Blutmenge um 35% (rund 1 – 1 ½ Liter). Daraus resultiert auch der gesteigerte Tagesbedarf (30 mg statt 15 mg) Eisen. Das Spurenelement Eisen wird für die Bildung der roten Blutkörperchen und den Sauerstofftransport zu Ihrem Kind benötigt.
Welche Lebensmittel enthalten Eisen?
Da unser Körper Eisen nicht selbst produzieren kann, muss es über die Nahrung oder in Tablettenform eingenommen werden.
Tierisches Nahrungsmittel verfügt über einen höheren Eisenanteil (Fe3) als pflanzliche (Fe2). Damit Eisen besser aufgenommen, umgewandelt und verarbeitet wird, sollte es in Kombination mit Vitamin C (beispielsweise ein Glas Orangensaft oder einem Apfel) eingenommen werden.
Eisengehalt tierische Lebensmittel:
Schweineleber, 18 mg auf 100 g
Kalbsleber, 7,5 mg auf 100 g
Rindfleisch, 2,1 mg auf 100 g
Poulet, 0,7 mg auf 100 g
Bei den pflanzlichen Lebensmitteln sticht die Weizenkleie hervor. Mit 15 mg auf 100 g können Sie den Tagesbedarf mit der Einnahme von 400 g decken.
Eine relativ hohe Menge, die Sie wohl kaum schaffen werden. Aber als Beigabe ins tägliche Müesli oder als Anteil im selbstgebackenen Brot, können Sie damit bereits einen Teil des Tagesbedarfs abdecken.
Hülsenfrüchte – gesund und lecker
Linsen bereichern jeden Speiseplan, da sie nicht nur ballaststoffreich und sättigend sind, sondern auch über einen hohen Zink-, Lecithin-, Kalium-, Phosphor-, Magnesium-, Folsäure- und nicht zuletzt Eisengehalt verfügen.
Weltweit gibt es etwa 70 verschiedene Linsensorten. Diese sind nicht nur von Grösse und Farbe unterschiedlich, auch die Kocheigenschaften variieren. Während die einen auch nach dem Kochvorgang ihre Form behalten, verkochen andere Sorten zu einem crèmigen Brei. Für die Zubereitung eines leckeren Salats eigenen sich beispielsweise Champagner- oder Belugalinsen. Linsentätschi oder -aufstrich gelingen perfekt, wenn Sie auf gelbe oder rote Linsen zurückgreifen.
Eisengehalt in Getreide
Hirse gehört ebenfalls in die Kategorie «eisenhaltige Lebensmittel». Mit 7 mg auf 100 g können Sie jedoch den Tagesbedarf an Eisen nicht über einen Hirseeintopf decken, da Sie sonst eine viel zu grosse Mengen essen müssten.
Hirse liefert dem Körper zudem wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Abgesehen von Eisen enthält Hirse Silizium, Magnesium und Kalzium, welche sich positiv auf Knochen, Gelenke, Haare und Nägel auswirken.
Auch die beiden Pseudogetreide Quinoa (8 mg auf 100 g) und Amaranth (9 mg auf 100 g) unterstützen Sie beim Auffüllen Ihres Eisenspeichers.
Eisengehalt pflanzlicher Lebensmittel:
Haferflocken, 4,2 mg auf 100 g
Vollreis, 1,7 mg auf 100 g
Weizengriess, 1,1 mg auf 100 g
Kürbiskerne, 11,2 mg auf 100 g
Mandeln, 4,2 mg auf 100 g
Erdnüsse, 2,4 mg auf 100 g
Rosinen, 2, 3 mg auf 100 g
Kiwi, 0,4 mg auf 100 g
Äpfel, 0,3 mg auf 100 g
Orangen, 0,1 mg auf 100 g
Die Aufnahme über die Nahrung ist nicht ganz einfach und Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen zusätzlich ein unterstützendes Eisenpräparat in Tablettenform verschreiben, um Eisenmangel oder -Anämie zu vermeiden.